Donnerstag, 13. Oktober 2011
Kommentar "Unsere Stromleitungen glühen"
juliansenger, 13:17h
Herr Schucht, da haben sie jetzt aber einen sehr braven Journalisten gefunden. Irgendwie kommen sie in ihrem Interview mit ihren Ansichten viel zu leicht davon.
Aber Hallo hat erneuerbare Energie Vorfahrt. Ein "funktionierender Energiemarkt" hat Jahrzehntelang verhindert, dass regenerative Energieformen ernst genommen wurden. Es gibt keinen Weg zurück in die 70er Jahre, dass können sie vergessen. Man kann durchaus über die Höhe der Subventionen diskutieren, aber nicht darüber was das Fernziel ist. Ein Abschaffen der Vorfahrt für erneuerbare Energie führt schlagartig zu noch mehr Faulheit und Investitionsunlust bei den Großkonzernen was den Umbau des Netzes anbelangt.
Dieses Zitat kommt direkt aus Göbbels Schule für Rabbulistik. Mit der Vorfahrtregel ist grüner Strom bereits die Ultima Ratio der Marktfähigkeit! Dies war und ist eine politische Entscheidung wie der Energiemarkt in Zukunft auszusehen hat. Einzig die meisten konventionellen Energieformen kommen damit nicht klar, weil sie eben Grundlast erzeugen und damit selbst nicht mehr für den zukünftigen Energiemarkt taugen.
Dieses Konzept existiert bereits. Erneuerbare Energien haben Vorrang und die anderen Energieformen sorgen für ein stabiles Stromnetz. Wenn sie das zunehmend nicht mehr können, dann bedarf es eben eines anderen konventionellen Kraftwerksparks. Das bedeutet in meinen Augen: Abschalten von Kohlekraftwerken und mehr Gaskraftwerke die bedarfsgerechter die erneuerbaren Energien stabilisieren können. Wer mit zwei Tomaten auf den Augen in Kohlekraftwerke investiert der darf sich jetzt nicht wundern wenn die Dinger sich nicht mehr rentieren.
So sehr schön, dass sie sich beklagen. Auch sehr schön wenn sie in den USA soviel Gewinn mit miserabler Infrastruktur machen dürfen. Es war von vorneherein ein Fehler Infrastruktur zu privatisieren. Das macht einfach keinen Sinn!
Infrastruktur selbst funktioniert nicht nach den Regeln der freien Marktwirtschaft, es gibt einfach zu wenig Konkurrenz. Deswegen bedarf es ja auch dieser künstlichen Agentur "BNA" die ihnen vorschreibt wieviel Gewinn sie machen dürfen, und dass hohe Renditen zu viel Investitionen führen würden ist ja wohl eine dreiste Lüge. Sonst hätten die USA nicht laufend mit Stromausfällen zu kämpfen.
Infrastruktur (Straßen, Schienen, Stromnetze) zu pflegen und zu betreiben ist eine Aufgabe des Staates. Sie zu benutzen eine Möglichkeit für die private Marktwirtschaft. Investitionen in Infrastruktur sind nicht reine marktwirtschaftliche Überlegungen, sondern vor allem politische Entscheidungen die zukünftig die Marktwirtschaft beeinflussen.
Achja, und natürlich brauchen wir Stromspeicher. Aber die werden erst wirklich rentabel wenn man dafür wirklich Geld hinlegen kann, und das erreicht man nicht durch die Rückkehr zur konventionellen Energieversorgung.
"Ökostrom hat prinzipiell Vorfahrt im Stromnetz und verhindert so einen funktionierenden Energiemarkt."
Aber Hallo hat erneuerbare Energie Vorfahrt. Ein "funktionierender Energiemarkt" hat Jahrzehntelang verhindert, dass regenerative Energieformen ernst genommen wurden. Es gibt keinen Weg zurück in die 70er Jahre, dass können sie vergessen. Man kann durchaus über die Höhe der Subventionen diskutieren, aber nicht darüber was das Fernziel ist. Ein Abschaffen der Vorfahrt für erneuerbare Energie führt schlagartig zu noch mehr Faulheit und Investitionsunlust bei den Großkonzernen was den Umbau des Netzes anbelangt.
"Wir müssen den grünen Strom also marktfähiger machen, er muss bedarfsgerechter produziert werden."
Dieses Zitat kommt direkt aus Göbbels Schule für Rabbulistik. Mit der Vorfahrtregel ist grüner Strom bereits die Ultima Ratio der Marktfähigkeit! Dies war und ist eine politische Entscheidung wie der Energiemarkt in Zukunft auszusehen hat. Einzig die meisten konventionellen Energieformen kommen damit nicht klar, weil sie eben Grundlast erzeugen und damit selbst nicht mehr für den zukünftigen Energiemarkt taugen.
"Deswegen brauchen wir ein Konzept, wie die erneuerbaren Energien marktwirtschaftlich mit den anderen Energien zusammenarbeiten. Und wir brauchen Stromspeicher."
Dieses Konzept existiert bereits. Erneuerbare Energien haben Vorrang und die anderen Energieformen sorgen für ein stabiles Stromnetz. Wenn sie das zunehmend nicht mehr können, dann bedarf es eben eines anderen konventionellen Kraftwerksparks. Das bedeutet in meinen Augen: Abschalten von Kohlekraftwerken und mehr Gaskraftwerke die bedarfsgerechter die erneuerbaren Energien stabilisieren können. Wer mit zwei Tomaten auf den Augen in Kohlekraftwerke investiert der darf sich jetzt nicht wundern wenn die Dinger sich nicht mehr rentieren.
"In den USA dürfen Stromnetzbetreiber eine Eigenkapitalverzinsung nach Steuern von 12,6 Prozent erreichen. Die Bundesnetzagentur will dagegen die Eigenkapitalrendite nach Steuern von 7,8 Prozent auf 6,7 Prozent senken."
So sehr schön, dass sie sich beklagen. Auch sehr schön wenn sie in den USA soviel Gewinn mit miserabler Infrastruktur machen dürfen. Es war von vorneherein ein Fehler Infrastruktur zu privatisieren. Das macht einfach keinen Sinn!
Infrastruktur selbst funktioniert nicht nach den Regeln der freien Marktwirtschaft, es gibt einfach zu wenig Konkurrenz. Deswegen bedarf es ja auch dieser künstlichen Agentur "BNA" die ihnen vorschreibt wieviel Gewinn sie machen dürfen, und dass hohe Renditen zu viel Investitionen führen würden ist ja wohl eine dreiste Lüge. Sonst hätten die USA nicht laufend mit Stromausfällen zu kämpfen.
Infrastruktur (Straßen, Schienen, Stromnetze) zu pflegen und zu betreiben ist eine Aufgabe des Staates. Sie zu benutzen eine Möglichkeit für die private Marktwirtschaft. Investitionen in Infrastruktur sind nicht reine marktwirtschaftliche Überlegungen, sondern vor allem politische Entscheidungen die zukünftig die Marktwirtschaft beeinflussen.
Achja, und natürlich brauchen wir Stromspeicher. Aber die werden erst wirklich rentabel wenn man dafür wirklich Geld hinlegen kann, und das erreicht man nicht durch die Rückkehr zur konventionellen Energieversorgung.
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